Brautstrauss
Es ist der Tag, an dem die Liebe zweier Menschen gekrönt wird, gemeint ist die Hochzeit. Selbstredend ist die Braut an diesem Tag die Hauptperson, alles sollte sich um sie drehfen. Dies kennzeichnet sich vor allem durch einen wunderschönen Brautstrauß.
Die drei bekanntesten Blumensträuße unter den Brautsträuße sind der Wasserfall-Brautstrauß, der dekorative Brautstrauß und der Spiderbrautstrauß. Diese drei Brautsträuße zeichnen sich durch ihre umgedrehte Tropenform aus. Durch ihre abfließenden Linien harmonieren diese 3 Brautsträuße am Besten mit einem langen Kleid.

Den Wasserfall-Brautstrauß gibt es seit etwa 1910. Er wird je nach Blumenart locker oder füllig gearbeitet, den oberen Abschluss bildet eine breite Schleife. An der Bindestelle sind die Blumen verdichtet, im übrigen Brautstrauß werden Blüten und Blätter regelmäßig gestreut. Grün und Bänder werden in dem Brautstrauß mit eingearbeitet und fließen mit den Blumen nach unten. Durch das weiße Brautkleid werden im Wasserfall-Brautstrauß auch gerne weiße Blumen verwendet. Für den Kontrast zum weißen Brautkleid wird ein sattes Grün in den Brautstrauß mit eingearbeitet.
Den dekorativen Brautstrauß hingegen gibt es erst seit 1960. Dieser Brautstrauß wird als eine Straußkuppel gearbeitet und herausfließende Blätter und Blüten bilden die Tropfenform. Die Achse des dekorativen Brautstraußes ist entweder gerade oder schwingend. Die Blatter und Blüten des dekorativen Brautstraußes sind in einzelnen Gruppen zusammengefasst und gestaffelt. Dadurch ist die Form rhythmisch gegliedert und mehr oder weniger locker. Der Bewegungsmittelpunkt ist verdichtet, aber es sind Zwischenräume bis zum Bewegungsmittelpunkt gearbeitet. Durch das Andrahten der Blumen können sie gestützt und gebogen werden, um ihre richtige Form zu bekommen.
Der Spiderbrautstrauß hingegen hat eine dichte Mitte, von ihr ausgehend laufen zierliche Blumenpartien, die dem Körperbau einer Spinne gleichen. In Deutschland hat dieser Brautstrauß eine freie Gestaltung, in England wird er eher symmetrisch gearbeitet. In den Spiderbrautstrauß werden viele Blütenpartien mit eingearbeitet, wobei die Kuppel des Brautstraußes gerne mit größeren Blumen gearbeitet wird. Durch die fließende Form werden gerne Blätterranken, wie Efeu mit eingearbeitet und die Blüten werden ohne natürlichen Stiel verarbeitet. Um eine längere Haltbarkeit der empfindlichen Blüten zu gewährleisten, werden diese vor dem Einbinden wattiert. Für jeden Brautstrauß gilt, er muss sich der Braut anpassen. Die Braut darf sich an den angedrahteten Blumen nicht verletzten und die Technik des Brautstraußes darf nicht zu sehen sein. Des weiteren muss der Brautstrauß lange frisch bleiben und für die Braut bequem zu tragen sein.
Ein traditioneller Brauch bei der Hochzeitsfeier ist der Wurf des Brautstraußes. Am Ende der Hochzeitsfeier, kurz bevor das Brautpaar sich auf die Hochzeitsreise begibt, versammelt die Braut die auf der Hochzeitsfeier befindlichen heiratsfähigen „Jungfrauen“ um sich, dann stellt sich die Braut mit dem Rücken zu den jungen Damen und wirft den Brautstrauß über die Schulter.
Wer den Brautstrauß fängt, so sagt es die alte Sitte, wird als nächste zum Traualtar geführt werden. Klar ist natürlich, dass der Brautstrauß nicht nur den Hochzeitstag überstehen sollte, sondern auch den Brautstraußwurf, daher müssen die Floristen sehr solide arbeiten. Da gerade bei Brautsträußen die Blüten verdrahtet werden, darf auch die Jungfrau, die sich den Brautstrauß fängt, zwar den Strauß fangen, aber keine Verletzungen einfangen. Im Rahmen von Hochzeiten gelten aber generell Blumen Geschenke als Ausdruck der Freude und der Zuneigung für das junge Glück.







